Heilerde allgemein

Neben Bentonit gibt es noch viele weitere, natürliche Heilerden. In diesem Artikel erfahren Sie, was Sie grundsätzlich über Heilerden und deren Anwendung wissen sollten.

Herkunft der Heilerde

In der Regel bestehen Heilerden aus unterschiedlichen Erden, wie zum Beispiel Lehm, Ton oder Löß. Die Ablagerungen stammen teilweise noch aus der Eiszeit, wodurch Heilerde manchmal auch den Beinamen „Eiszeit-Löß“ trägt. Bentonit hingegen wird aus Vulkanasche gewonnen, sodass es streng genommen gar keine „Erde“ ist. Dennoch ist die Bezeichnung Heilerde auch für Bentonit üblich.

Wenn Sie den Begriff „Erde“ hören, haben Sie sicher ein Bild von schwarzer Blumenerde im Kopf. Heilerden haben mit der Konsistenz von Blumenerde
allerdings wenig gemeinsam. Im Verkaufszustand ähnelt Heilerde eher einem Pulver, wie z.B. Mehl. Die Heilerde wird außerdem durch verschiedene Verfahren aufbereitet, gewaschen und keimfrei gemacht.

Wirkung von Heilerde

Die Wirkungsweise von Heilerden ist so einfach wie effektiv. Sie bestehen aus winzigen, mineralischen Partikeln, die (im Verhältnis zu ihrer Masse) eine sehr große Oberfläche aufweisen. Diese Eigenschaft führt dazu, dass die Partikel viele andere Stoffe an sich binden können. Schadstoffe werden so regelrecht „aufgesaugt“. Sowohl innerlich, als auch äußerlich können Sie sich dieses Prinzip zu nutzen machen.

Innerliche Anwendung

Innerlich angewendet helfen Heilerden dabei den Körper zu entgiften. Speziell auf den Verdauungsapparat haben sie eine positive Wirkung. Häufig fördern Heilerden auch das generelle Wohlbefinden. Dabei spielt aber auch der Placebo-Effekt eine Rolle.

Äußerliche Anwendung

Bei der äußeren Anwedung werden Heilerden häufig als Gesichtsmasken genutzt. Sie helfen gegen unreine Haut und Pickel. Dazu können Sie sich aus etwas Heilerde und Wasser eine einfache Paste anrühren, die Sie anschließend auf Ihr Gesicht auftragen.

Da diese Mixtur völlig natürlich und frei von Farb-, Duft-, oder Konservierungsstoffen ist, profitiert selbst die empfindlichste Haut von einer Heilerde-Gesichtsmaske. Durch die Maske wird die Haut von Verunreinigungen, Bakterien und alten Hautschuppen gereinigt und die Durchblutung gefördert.

Nebenwirkungen

Das Risiko von Nebenwirkungen bei der Verwendung von Heilerden ist sehr gering, da es sich um einen rein natürlichen Stoff handelt. Im schlimmsten Fall erzielen Sie durch die Heilerde keine Verbesserung.

Bei der inneren Anwendung von Heilerden sollten Sie darauf achten, dass Sie parallel keine Medikamente einnehmen. Die Wirkstoffe könnten sonst durch die Heilerde gehemmt oder unwirksam gemacht werden. Im Zweifel sprechen Sie dazu mit Ihrem Arzt. Wikipedia spricht außerdem von Nebenwirkungen durch eine dauerhaft erhöhte Silizium-Zufuhr. Diese kann zu einer verstärkten Harnsteinbildung führen.

Wichtig ist, dass Sie nur hochwertige Heilerde und irgendwelche Zusatzstoffe verwenden.